Wasserkühlung

Wasserkühlung

Bietet sie immer noch Vorteile?


Vor einigen Jahren war eine Wasserkühlung ein guter Weg für einen besonders leisen PC. Mittlerweile ist dieser Vorteil aber überholt, denn moderne, günstigere CPU-Kühler sorgen spätestens mit einem passenden Silent-Lüfter für einen kaum hörbaren Betrieb auch bei Last, und auch starke Grafikkarten gibt es ab Werk mit günstigen Kühllösungen, die für eine leise Geräuschkulisse beim Gaming sorgen, auch wenn man im Einzelfall die Lüfterkurve manuell etwas optimieren muss.

Bei Gehäuselüftern gibt es ebenfalls sehr leise Modelle, zudem sind bei modernen PC-Gehäusen maximal zwei solcher Lüfter völlig ausreichend. Moderne Netzteile sind ebenfalls sehr leise, zudem hört man deren Lüfter allein schon deswegen kaum, da Netzteile hinten im PC und somit weiter weg vom Ohr des Users platziert sind. Manch eine günstigere Wasserkühlung arbeitet dank einer hörbaren Pumpe sogar störender als ein mit guter Luftkühlung versorgter PC, und ganz ohne Lüfter kommt auch ein wassergekühlter PC an sich nicht aus. Auch der zweite frühere Vorteil einer Wasserkühlung ist heute nur selten relevant: die Eignung für eine Übertaktung. Denn eine moderne Luftkühlung ist auch deswegen sehr leise, weil die Kühlkörper sehr viel Wärme abführen können und somit auch zum starken Übertakten sehr gut geeignet sind, wenn man 50 bis 80 Franken investiert.

Nur bei extremen Übertakter-Experimenten, in denen auch aktuelle CPUs eventuell selbst mit einem guten Luftkühler zu heiss werden, kann eine gute Wasserkühlung doch noch nützlich sein. Allerdings steht der Aufpreis zu einem guten Luftkühler in keinem Verhältnis zu dem Leistungsgewinn der Übertaktung und ist nur für Übertakter-Fans eine Option. Ein dritter Vorteil aber bleibt: Wasserkühlungen können optisch einiges hergeben. Durch spezielle Schläuche oder auch Färbemittel lassen sich beispielsweise auch farbliche Akzente im Moddingbereich setzen, unter anderem auch fluoreszierende Effekte. Der letzte Vorteil ist von praktischer Natur für diejenigen, die ihren PC oft transportieren: ein guter Luftkühler ist gross und massig, zerrt dabei an der CPU, wenn der PC bewegt wird - schlimmstenfalls kann eine Beschädigung auftreten. Bei einer Wasserkühlung ist der CPU-Kühlkörper aber relativ klein und leicht.